Die Katze Eleonore

Monolog von Caren Jess, im Auftrag des Freien Werkstatt Theaters Köln

"Nature remembers who you are, not who you try to be" Bonaparte

Ein Stück über die Absurdität der Arbeit, der Menschlichen Kommunikation und darüber dass wir sind was wir sind, egal was die anderen Denken.

„Wie geht es Ihnen denn ohne Arbeit, Frau Garazzo? 
Ach Wildbruch,

ich bin eine Katze,

wie soll es mir gehen -

gut.“

Wie radikal müssen wir sein, um wir selbst sein zu können? Immobilienmaklerin Eleonore entdeckt, dass sie eigentlich eine Katze ist. Sie lässt sich einen Fell-Catsuit schneidern und beginnt eine Transformation. Ihre Sinne erweitern sich – nur nicht der für Gemeinschaft. Eleonores konsequent durchgezogener individueller Lebensentwurf gerät zum Härtetest zivilgesellschaftlicher Normen.

EIN STÜCK WEITER
Wie blicken junge Autor:innen und Theaterschaffende auf die Umbrüche unserer Zeit? Was ist ihnen wichtig? Das FWT: präsentiert in der neuen Reihe EIN STÜCK WEITER aktuelle dramatische Positionen, die in konzentrierten und schnellen Umsetzungen auf die Bühne kommen. Die Reihe ist darauf angelegt, kreative Energien zu bündeln sowie starke, eigenwillige und auch ungeschützte Impulse zu dem zu geben, was uns gesellschaftlich auf die Nerven und an die Nieren geht. 

Credits

Konzept & Spiel: S. Rudat
Bühne & Kostüm: Dorothea Mines

Licht: Mirco vom fwt ; )

Hinweis: Die Aufführung enthält Szenen von Nacktheit. Empfohlen ab 16 Jahren
Spieldauer: ca. 75 Minuten
Aufführungsrechte: S. Fischer Verlags GmbH, Frankfurt am Main

Rezensionen

luurensrhein sagt:
Presse

"Eine perfekte, mitreißende Solo-Leistung, die mit langem Premierenbeifall belohnt wird. „Die Katze Eleonore“ ist die zweite gelungene Inszenierung im Rahmen des Projekts „Ein Stück weiter“." Die Titelrolle spielt S. Rudat, der den Monolog auch selber inszeniert hat, Bühne und Kostüm Dorothea…

"Eine perfekte, mitreißende Solo-Leistung, die mit langem Premierenbeifall belohnt wird. „Die Katze Eleonore“ ist die zweite gelungene Inszenierung im Rahmen des Projekts „Ein Stück weiter“." Die Titelrolle spielt S. Rudat, der den Monolog auch selber inszeniert hat, Bühne und Kostüm Dorothea Mines. Über 75 Minuten lässt er ihr Leben passieren, trotz – oder gerade wegen ihres beruflichen Erfolgs – ist sie damit nicht zufrieden, die freiwillige Verwandlung als Katze legt sie nachvollziehbar dar. Ebenso die fehlende Gleichstellung der Frau. Auch zwei Therapeuten und ein Coaching können sie nicht aufhalten. Wie weit geht also ein Mensch, um ein Leben vollster Zufriedenheit zu erreichen? Und wie wichtig ist ein soziales Umfeld? Als Katze kann sie wohl darauf verzichten, kann sich – so scheint es – nur so radikal selbst verwirklichen. Kleiderlos auf der Bühne Nachdem sich die 40jährige Single zunächst für viel Geld ein schwarzes Katzenfell auf Maß schneidern ließ, dies jedoch nicht auf der Haut haftete, entledigt sie sich nach und nach der menschlichen Kleidung. Bis sie am Ende völlig kleiderlos auf der Bühne agiert. Was die Verantwortlichen des FWT auf dem Programmzettel zum Warnhinweis veranlasste: „Die Aufführung enthält Szenen von Nacktheit. Empfohlen ab 16 Jahren“. Doch auch in völliger Nacktheit bewegt sich S. Rudat mit höchster Selbstverständlichkeit über die Bühne. Meisterhaft wechselt er dabei immer wieder von der Rolle als Katze zum Menschsein. Schnurrt, leckt sich wie der Vierbeiner die Pfoten – sprich Arme –, blinzelt mit den Augen, springt aufs die Bühne beherrschende Sofa, schleicht ab und klettert die Wände hoch. Eine perfekte, mitreißende Solo-Leistung, die mit langem Premierenbeifall belohnt wird. „Die Katze Eleonore“ ist nach „Fünf Minuten Stille“ die zweite gelungene Inszenierung im Rahmen des Projekts „Ein Stückweiter“. Mit Stücken, die nach Möglichkeit in nur zwei Wochen einstudiert werden, sollen schnell aktuelle Themen aufgegriffen und kreativen Energien die Möglichkeit zur Umsetzung gegeben werden.

Kölner Stadtanzeiger sagt:
Presse

Ungemein poetischer Theatermonolog. ‘Die Katze Eleonore’ im FWT erzählt von einer ungewöhnlichen Selbstfindung. S. Rudat spielt diese Hauskatze mit subtiler Nuancierung und einer Selbstverständlichkeit und Beiläufigkeit, die perfekt zur Rolle passt. Wenn Rudat sich die Hände/Pfoten leckt oder betont gelangweilt…

Ungemein poetischer Theatermonolog. ‘Die Katze Eleonore’ im FWT erzählt von einer ungewöhnlichen Selbstfindung. S. Rudat spielt diese Hauskatze mit subtiler Nuancierung und einer Selbstverständlichkeit und Beiläufigkeit, die perfekt zur Rolle passt. Wenn Rudat sich die Hände/Pfoten leckt oder betont gelangweilt ins Publikum schaut, dann ist da eine Katze und kein Mensch zu Gange. Weniger ist in diesem Falle tatsächlich mehr und die Selbstwerdung einer Katze kommt hier auf ganz leisen Pfoten daher. Mit kleinen Veränderungen in der Gestik wechselt Rudat vom Katzendasein in die Menschenrollen.

rausgegangen sagt:
Presse

Ein Stück junger Theater:autorinnen. Du hast Bock auf was rebellisches und gesellschaftskritisches? Dann versuchs doch mal hiermit!

David sagt:
Schauspieler

Ich habe selten eine solche Liebe zum Detail gesehen. S. Rudat glänzt mit einer herausragenden Figurenarbeit und hypnotisiert vom Anfang bis zum Ende.